Instrumenta Musica

Renaissance-/ Frühbarockorchester & Ensemble nach dem Instrumentarium von M. Praetorius (Wolfenbüttel 1619): Violinen und Gamben, Blockflöten, Dulziane/Rohrblattinstrumente, Zinken, Posaunen, Tasteninstrumente, Zupfinstrumente, Historisches Schlagwerk

In der Renaissance und dem Frühbarock gab es kein Orchester im heutigen Sinn, sondern Consorten oder Familien von Instrumenten der selben Gattung, die alleine oder gruppiert oder im gemischten Consort Instrumentalmusik und Polyphonie gespielt haben. Mit „Orchester“ ist nun ein instrumentaler Klangkörper gemeint, der von einem kleinen „broken“ Consort mit 8-9 Spielern bis zu einer Vereinigung von Instrumentenconsorten mit 20-28 oder mehr Musikern geht. In diesem Sinne widmet sich INSTRUMENTA MUSICA der Aufführung von Instrumentalmusik (Tanzsätze, instrumentale Polyphonie), so wie großbesetzter geistlicher und weltlicher Musik mit Vocalensembles von Spätrenaissance bis ins Hochbarock hinein. Das verwendete historische Instrumentarium basiert auf den Instrumentengattungen, die Michael Praetorius in seinem Syntagma Musicum II (Wolfenbüttel 1619) beschreibt „Posaunen“ „Fagotten“, “Pommern/Bombardoni“ „Flötten“ „Cornamuse“ „Lyra“ „Cithara“ „Viola de braccio“ „Krummhörner“ und viele andere.  Prätorius beschreibt unter anderem ein Instrumentarium, wie er es selbst am Dresdner Hof in den Jahren 1613/15 beobachten und verwendet haben könnte.

"....Instrumenta Musica: Ercole Nisinis Originalklangenensemble traf, vom silbrigen Geigenton bis zu den schwellenden Rufen der Zinken und Posaunen, das Monteverdi'sche traumwandlerisch sicher“ SÄCHSISCHE ZEITUNG 13.07.15

Instrumenta Musica wurde 2004 von Studenten des Instituts für Alte Musik der Musikhochschule Trossingen gegründet und seitdem tritt das Ensemble mit den Gründungsmitgliedern und in variabler Besetzungen, unter der Leitung von Ercole Nisini oder in Kooperation mit renommierten Vokalensembles auf.

Eine besondere Beziehung hat Instrumenta Musica zur Frauenkirche in Dresden, wo das Ensemble seit 2005, in Kooperation mit dem Kammerchor und dem Kantor Matthias Grünert, regelmässig auftritt. Durch diese Zusammenarbeit sind auch zwei CDs für die Labels Rondeau und SONY erschienen.

2008 veröffentlichte das Ensemble, zusammen mit den Vokalsolisten Constanze Backes, Gerlinde Sämann, Hermann Oswald und Markus Flaig seine erste CD mit dem Programm „Sacrarum Cantionum, italienische geistliche und instrumentale Musik von Carlo Filago und Giovanni Battista Riccio“ für das Label RAMÉE (Outhere).

Comme souvent, Ramée nous invite à découvrir un jeune ensemble plein de promesses. Instrumenta Musica, mêlant des musiciens de diverses origines, a noué des liens privilégiés avec la Frauenkirche de Dresde et s'est spécialisé dans les maîtres allemands et italiens du baroque naissant. La jeune formation restitue au mieux la vitalité rythmique et les expressions vivement contrastées de ces compositions inventives, osant même de subtils amusements, comme l'esquisse d'une prémonition du „style bratsch“ dans la radieuse Canzon decima quinta de Picchi. Un enregistrement convaincant par un ensemble dont il faudra considérer avec intérêt l’évolution.“ DIAPASON n. 568 über „O Vos amici mie Carissimi“

In eigenständige Produktionen oder in Zusammenarbeit mit Vokalensembles wie dem Ensemble Officium, dem Dresdner Kammerchor, oder dem Regisseur Tom Quaas und der Pantomimen Bodecker & Neander, ist Instrumenta Musica in Festivals und Konzertsälen wie der Dresdner Frauenkirche, den Niedersächsischen Musiktagen, dem Schwarzwald-Musikfestival, dem Skálholt Summer Concerts (Island), dem Heinrich Schütz Musikfest, den Brandenburgischen Sommerkonzerten, den WDR Funkhauskonzerte, den Tagen Alter Musik Regensburg, den Varazdin Baroque Evenings, den Batzdorfer Pfingstfestspiele, der Klosterstiftung Michaelstein, aufgetreten.

Insgesamt 9 CD Produktionen für die Labels RAMÉE, Querstand, Christophorus, Carus, Rondeau und SONY, sowie Konzertmitschnitte und Interviews für WDR, SFR (Schweiz), Radio 3 (Italien) Deutschlandradio dokumentieren die Tätigkeit des Ensembles.

…mit ihrem heruntergedimmten Sound dem feinen Einklang zwischen Menschen- und Instrumentenstimmen, dem nie auftrumpfenden Blech und der interpretatorischen Sanftmut, die alle der fast 40 Nummern durchzieht. [...]  So klangschön und milde abschattiert hat man Regionalpatriotismus lange nicht erlebt….  BERLINER TAGESSPIEGEL ÜBER INSTRUMENTA MUSICAS CD„IN DULCI JUBILO“