Vita

Ercole Nisini

widmet sich ausschliesslich der Aufführung auf Historischen Instrumenten des Repertoires für Posaune von Renaissance bis früh Romantik.

Ziel seiner Arbeit ist es, die Musik des 16. - 18. Jh. durch die Benutzung von originalen Instrumenten oder originalgetreuen Kopien wieder erleben zu lassen, die Wiederentdeckung und Aufführung des Repertoires dieser Epochen und das Studium der Spieltechniken, die das Repertoire dieser Epochen fordern.

Nach seiner künstlerischen Ausbildung für moderne Posaune an der MHS Trossingen mit Abbie Conant, und seiner Berufstätigkeit mit dem Orchestra sinfonica di Milano Giuseppe Verdi unter der Leitung von Riccardo Chailly, hat Ercole Nisini sich um die Historische Aufführungspraxis gewidmet. Sein Studium für Renaissance- und Barockposaune bei Wim Becu an dem Institut für Alte Musik der MHS Trossingen hat er 2007 mit Auszeichnung abgeschlossen.

Sein Interesse für das Repertoire und Instrumentarium der Spätrenaissance und des Frühbarock haben ihn dazu geführt 2004 das Ensemble Instrumenta Musica zu gründen, das als Ziel die Erforschung, die Wiederentdeckung und Wiederaufführung des Instrumental-Vokal Repertoire dieser Epochen hat. Als Leiter seines Ensembles tritt Ercole Nisini in renommierten Festivals und Konzertsälen wie der Frauenkirche Dresden, den Niedersächsischen Musiktagen, dem Schwarzwald Musikfestival, dem Rheingau Festival, dem „ Skalholt Summer Concert“ (Island) auf. 2008 ist auch die erste offizielle CD des Ensembles bei dem Label Ramée erscheinen mit dem Programm „Sacrarum Cantionum“, italienische geistliche- und instrumentale Musik von Carlo Filago und Giovanni Battista Riccio.

2009 hat Ercole Nisini ein Projekt in Dresden konzipiert und geleitet, das sich mit italienischer Musik befasste, die am Dresdner Hof von 1550 bis 1620 von Italienern komponiert wurde. Teil des Projekts war u. a. seine erste CD-Produktion bei querstand unter dem Titel „Italiener in Dresden“. Auch die nächste CD „In Dulci Jubilo. Eine sächsische Weihnacht der Spätrenaissance“ wurde von Publikum und Medien gefeiert.

Ercole Nisinis aktuelles Projekt stellt die historische Posaune als Soloinstrument vor: Mit einem Zyklus von vier CD Aufnahmen beim Label Querstand wird die Posaune der Renaissance, Barock, Klassik und Frühromantik mit dem Repertoire der jeweiliger Epochen präsentiert. Das Erscheinen jeder CD wird von der Herausgabe des Notenmaterials des eingespielten Repertoires im Verlag Kamprad begleitet (www.querstand.de). 

Die erste CD „The Renaissance Trombone“ ist soeben erschienen und beinhaltet u. a. „Susana d‘Orlando“ von Francesco Rognoni, das als erstes Posaunenstück der Musikgeschichte gilt.

2011 wurde Ercole Nisini eingeladen einen Workshop und ein Konzert beim Deutschen Posaunensymposium zu geben.

Zahlreiche Konzerte, Aufnahmen, Rundfunkmitschnitte in Europa mit renommierten Ensembles wie La Petite Bande, Marini Consort Innsbruck, Capriccio Stravagante, Musica Fiata, dokumentieren seine Tätigkeit. Er ist seit der Gründung des Vereins Vox de Caelo, der Aufführungen Alter Musik auf historischen Instrumenten unter Beachtung ihres historischen Kontextes zum Ziel hat, dessen erster Vorsitzender.

 

Instrumenta Musica

Das „Wunderbare Ensemble“ INSTRUMENTA MUSICA ist ein auf historische Aufführungspraxis spezialisiertes Ensemble, das das Spiel mit originalen Instrumenten oder deren Kopien pflegt. Es widmet sich vornehmlich der Aufführung von Musik der Spätrenaissance und des Frühbarock aus dem deutsch- und italienischsprachigen Raum. Die Mitglieder von Instrumenta Musica sind Musiker, die bei den besten im Bereich Alter Musik und deren historisch fundierter Aufführung tätigen Ensembles Europas engagiert sind - nicht nur aufgrund ihrer profunden Kenntnisse und Fähigkeiten, sondern auch wegen ihrer Passion für dieses Genre. Ein besonderes Interesse des Ensembles liegt in der Entdeckung, Erfoschung und Wiederaufführung von Musik, die bislang ihr Dasein in Bibliotheken und Archiven fristete, aber in vielen Fällen an Qualität und Originalität der Musik der großen bekannten Meister in nichts nachsteht. Neben der geschriebenen Musik ist aber auch das musikalische Instrumentarium Gegenstand von Erforschung und Entdeckungen. So geht Instrumenta Musica bei seinen Aufführungen auch bislang ungewohnte Wege der Instrumentierung und verwendet Instrumente, die zwar in historischen Quellen oft beschrieben werden, aber heutzutage kaum Verwendung finden. Auch werden Kopien verwendet, die so nah wie möglich an die originalen Instrumente herankommen. Dabei ist keineswegs "Musik aus dem Museum" das Ziel der Arbeit von Instrumenta Musica, sondern es soll auf authentische Weise die Schönheit und der affektvolle Reichtum der Musik dieser vergangenen Epoche unmittelbar zugänglich gemacht werden. Die Aufführungen von Instrumenta Musica wollen so ein klingendes Zeugnis für die Aktualität der Alten Musik ablegen, durch das sie in unseren heutigen Tagen wieder lebendig wird.

Instrumenta Musica ist u.a. bei den Niedersächsischen Musiktagen, dem Schwarzwald-Musikfestival, dem Rheingau-Festival und dem Skálholt-Musiksommer (Island) aufgetreten. Eine besondere Beziehung hat Instrumenta Musica zum Kammerchor der Frauenkirche Dresden unter Ltg. von Matthias Grünert, dem Sächsischen Vokalensemble unter Leitung von Matthias Jung, und dem Ensemble Officium unter Leitung von Wilfried Rombach.

Im Herbst 2007 hat das Ensemble zusammen mit den Vokalsolisten Constanze Backes, Gerlinde Sämann, Hermann Oswald und Markus Flaig seine erste offizielle Aufnahme mit dem Programm „Sacrarum Cantionum, italienische geistliche und instrumentale Musik von Carlo Filago und Giovanni Battista Riccio“ für das Label RAMÉE realisiert. 2009 folgte die zusammen mit der Sopranistin Maria Skiba eingespielte CD (Label Querstand) "Italiener in Dresden" mit Musik von italienischen Künstlern, die 1549 von Moritz von Sachsen an den Dresdner Hof geholt wurden und hier unter anderem als Kapellmeister und Komponisten wirkten. Die nächste CD bei Querstand "In Dulci Jubilo - Eine sächschische Weihnacht der Spätrenaissance", wurde im Dezember 2009 veröffentlicht und von Publikum und Medien gefeiert. Zusammen mit ihrem künstlerischen Leiter, dem Posaunisten Ercole Nisini, hat Instrumenta Musica seine letzte CD „The Renaissance Trombone“ bei Querstand im April 2011 veröffentlicht mit dem allerersten Solorepertoire für Posaune im 16. und 17. Jh.


INSTRUMENTARIUM →clik to open

RENAISSANCE - FRÜHBAROCK

  • Tenorposaune in A und G (440 - 466 Hz.)

  • Bassposaune in F und D (440 - 466 Hz.)

BAROCK

  • Tenorposaune in B (440 - 415 Hz.)

  • Bassposaune in F (440 - 415 Hz.)

KLASSIK - FRÜHROMANTIK

  • Tenorposaune in B (440 - 430 Hz.)

  • Bassposaune in F (440 - 430 Hz.)

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Ewald Meinl Historische Blechblasinstrumente www.ewaldmeinl.de